Damit nichts schief geht, sollte der Bewerber sich auf das Gespräch sehr gut vorbereiten. Wer sich schon im Vorfeld über mögliche Fragen und passende Antworten Gedanken macht, ist im Jobinterview nicht nur lockerer, sondern kann auch wertvolle Pluspunkte beim zukünftigen Chef sammeln. Diese Vorbereitung ist gar nicht so schwer, denn es gibt eine Art Standardrepertoire an Fragen, die die Arbeitgeber dieser Welt gern stellen.
Eine beliebte Frage zum Beispiel: Welche drei Stärken zeichnen Sie aus? Hier sollte sich auf keinen Fall überschwänglich selbst gelobt werden – das wirkt unglaubwürdig – sondern es gilt, sich selbstbewusst zu präsentieren. Gute Antwortmöglichkeiten sind etwa: Ich bin sehr zuverlässig, kann mich schnell in ein Thema einarbeiten und bin äußerst belastbar. Ebenfalls Pluspunkte bringen Qualitäten wie Teamfähigkeit und hohe Lernbereitschaft. Eine weitere beliebte Frage im Bewerbungsgespräch: Aus welchem Grund haben Sie sich für diesen Beruf entschieden? Wer das nicht sowieso spontan beantworten kann, sollte sich eine gute Antwort zurechtlegen. Am besten sollte die Berufswahl mit persönlichem Interesse zusammenhängen, so erkennt der Chef, dass der Bewerber seinen Job nicht aus reiner Geldgier erledigt. Das Gleiche gilt für die Frage: Warum möchten Sie gerade in unserem Unternehmen arbeiten? Hier ist den Personalchefs wichtig, dass der Bewerber sich mit der Firma identifizieren kann und gut über sie informiert ist. So sollte man sich also vor dem Gespräch intensiv mit dem Unternehmen auseinandersetzen und dem Chef zeigen, dass man sich mit Produkten oder Dienstleistungen der Firma bestens auskennt.
Neben persönlichen Fragen kommt es nicht selten vor, dass im Bewerbungsgespräch auch Allgemeinwissen abgefragt wird. Es ist daher ratsam, sich in den Wochen vor dem Jobinterview gut über das aktuelle Tagesgeschehen zu informieren und sich zu ausgewählten Themen eine Meinung zu bilden. So können Fragen wie „Wie stehen Sie zu folgendem Punkt?“ souverän beantwortet werden und der Personaler sieht: Der Bewerber ist auf dem Laufenden über das gesellschaftliche Zeitgeschehen. Eine beliebte Frage zum Schluss: Haben Sie noch Fragen an uns? Hier sollt keinesfalls bereits nach Arbeitszeiten und Urlaubsregelungen gefragt werden. Geeignet sind hingegen Themen wie die Einarbeitungsphase oder Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.
Dass einige Chefs jedoch auch mal aus der Reihe tanzen und Fragen stellen, auf die man sich beim besten Willen nicht hätte vorbereiten können, zeigt der Artikel „Die Top Ten der skurrilsten Fragen im Vorstellungsgespräch“ auf jobanzeigen.de.


Kommentare
Die größte Hammerfrage, die ich in einem Bewerbungsgespräch je bekommen habe und die mich wohl auch den Job gekostet hat, war: “Was können wir tun, um unsere Firma zu verbessern?”
Das kam völlig ohne Vorwarnung, humorlos und wie aus der Pistole geschossen. Ich denke, die Schweißperlen waren in diesem Moment mit bloßem Auge sichtbar.
Ich denke, dass man sich, wie im Artikel beschrieben, auf die wichtigsten Fragen gut vorbereiten sollte. Also warum man gerade zu diesem Unternehmen möchte und was einen an dem Job eines z.B. Unternehmensberaters interessiert? Auch Stärken und Schwächen sind ein Klassiker oder aber die Frage nach den Zielen in den nächsten 5 Jahren. Ansonsten kann ich aus meiner Erfahrung nur berichten, dass es immer gut war genau über das Unternehmen Bescheid zu wissen und Ziele / Visionen / Produkte mit seiner Person zu verknüpfen. Leidenschaft zeigen, motiviert wirken und natürlich authentisch. Der Rest ist dann Glück wie ich finde.
Guten Tag,
Besten Dank für den spannenden Blog-Artikel.
Ich stimme mit der Kernaussage des Artikels, dass nichts über eine gute Vorbereitung geht, überein. Heute ist es dank dem Internet glücklicherweise wesentlich einfacher sich über die Tätigkeitsgebiete einer Firma zu informieren.
Neben den Stärken wird wie hierbei auch schon erwähnt gerne nach den persönlichen Schwächen gefragt. Diese Frage ist zwar unangenehm, aber vollkommen legitim. Die Frage sollte nicht mit Ausflüchten, sondern in einer pragmatischen Weise beantwortet werden. Manchmal kommt es vor, dass bei einem Bewerbungsgespräch eine Person anwesend ist, von der man im Vorfeld nichts gewusst hat. Falls dies passiert, dann ist es sehr wichtig bei der Vorstellungsrunde sich den Namen einzuprägen. Es gibt aus meiner Sicht nichts schlimmeres als Bewerber, die einen super Eindruck vermittelt haben und sich dann nicht mehr an den Namen der Person erinnern können, mit der Sie sich gerade Unterhalten haben.
Freundliche Grüsse,
Martin Höhener
Hallo, ich denke bei allen gut durchdachten Frage – und Antwortspielchen sollte eines nicht aus den Augen verloren gehen – nämlich die menschliche Seite. Ein klarer, offener Blick, ein gutes Bauchgefühl haben mich selten im Stich gelassen die richtigen Mitarbeiter unter den Bewerber zu finden, allerdings ist meine Branche im sozialen Bereich tätig. Das mag anders sein als in der Wirtschaft.
Liebe Grüße
Elke
Über alle möglichen und unmöglichen Fragen und Antworten in Bewerbungsgesprächen liest man allerhand, und eine gute Vorbereitung hilft zweifellos dabei, die Situation gut zu meistern. Aber auch auf das innere Gefühl kommt es an, denn Menschen mit einem niedrigen Selbstbewusstsein haben hier grundsätzlich wesentlich größere Schwierigkeiten, egal wie gut sie sich vorbereitet haben. Daher sollte man dafür sorgen, sich bei dem Gespäch so wohl wie möglich zu fühlen. Man kann einen Talisman am Körper tragen, von dem man glaubt, dass er Glück bringt. Oder man zieht das Lieblingskleidungsstück an, solange es dem Anlass angemessen ist. Grundsätzlich spielt die Kleidung auch eine große Rolle für das persönliche Wohlfgefühl. Man sollte nichts anziehen, was man noch nie getragen hat, weil man sich darin häufig unsicher fühlt. Lieber eine edle Bluse und eine bequeme Hose (natürlich nicht im Sinne von ausgebeult oder abgetragen) als ein übertriebenes Business Outfit, in dem man sich wie verkleidet vorkommt.