Mitarbeiterführung: Die negativen Folgen von negativen Emotionen

Den meisten Führungskräften ist nicht bewusst, welche Auswirkungen ein Vertrauensmissbrauch bzw. ein Vertrauensbruch haben kann. Eine Untersuchung der Forscher Teresa M. Amabile, Edsel-Bryant-Ford-Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Harvard Business School in Boston, und Steven J. Kramer, unabhängiger Forscher und Autor aus Wayland, Massachusetts, hat ergeben, dass die Gefühls- und Gedankenwelt von Mitarbeitern starke Auswirkungen auf deren Motivation und Arbeitsleistungen haben kann. Amabile und Kramer fanden heraus, dass Mitarbeiter, die ihre Arbeit mit Wut oder Enttäuschung verrichten, beispielsweise weil sie sich ungerecht behandelt fühlen oder ihr Vertrauen missbraucht wurde, keinen besonderen Wert darauf legen, ihre Arbeit gut zu erledigen. Mitarbeiter, die mit ihrer Tätigkeit und mit dem dazugehörigen Arbeitsumfeld zufrieden sind, verrichten hingegen ihre Arbeit mit der größtmöglichen Anstrengung .

Im Fokus der groß angelegten Untersuchungen, bei der Mitarbeiter persönliche Tagebücher über ihre Arbeit führen mussten, standen unter anderem die Kreativität und das Vorankommen der Mitarbeiter bei ihrer Arbeit. Die Ergebnisse der beiden Forscher machten deutlich, dass die Kreativität der Mitarbeiter umso größer war, desto mehr positive Emotionen die Mitarbeiter bei ihrer Arbeit erlebten und je positiver sie die Vorgänge in ihrem Unternehmen einschätzten. Negative Emotionen, beispielsweise hervorgerufen durch Angst, Wut oder Enttäuschung, sowie eine negative Einstellung und negative Erfahrungen wirkten sich auch kontraproduktiv auf die Kreativität und auf die Qualität der Arbeitsleistungen aus .

Quelle und ausführliche Informationen zu der hier vorgestellten Studie:

Harvard Business manager
Ausgabe: September 2007
Artikel: Was Mitarbeiter wirklich denken (Seite 48 – 62)
Autoren: Teresa M. Amabile &  Steven J. Kramer
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