“Digitaler, innovativer, flexibler”: Das neue Arbeiten

Die Arbeitswelt verändert sich, und zwar schneller denn je. Es ist nicht zu übersehen, dass sich das Arbeiten, so wie wir es kennen, anders gestalten wird. Prozesse werden moderner, digitaler, flexibler und vor allem technische Innovationen rund um das Internet und die sozialen Netzwerke greifen um sich. Dennoch steht einer im Mittelpunkt: Der Mensch.

“Das neue Arbeiten”

Der Begriff “Das neue Arbeiten” bezeichnet eine Arbeitskultur, in der Menschen mit Hilfe von digitaler Technologie einfacher, flexibler, schneller und vor allem produktiver arbeiten können. Neues Arbeiten soll vor allem ergebnisorientiert sein. Vorgestellt wurde der Begriff 2010 auf der CeBIT von Microsoft.

Rahmenbedingung: Technologie und Digitalisierung

Die immer weiter fortschreitende Digitalisierung hat einen großen Einfluss auf die Art der Kommunikation und den Informationsaustausch, auch innerhalb eines Unternehmens. Angefangen bei Laptops und Smartphones, bis zu APIs und Cloud-Diensten: Das neue Arbeiten bietet hier eine Vielzahl von Lösungen, immer mit dem Ziel, die Produktivität der Mitarbeiter zu erhöhen. So können Mitarbeiter durch verschiedenste Kommunikationskanäle, unabhängig von Zeit und Ort, auf Daten zugreifen. Das neue Arbeiten soll so die Effizienz erhöhen und Prozesse vereinfachen. Diese neuen Technologien zur Verwaltung der Datenflut erfordern allerdings auch eine Veränderung in der Denkweise der arbeitenden Menschen.

Der Mensch in der Mitte

Die Unabhängigkeit vom Arbeitsplatz bietet Flexibilität, ein Faktor auf den sich Mitarbeiter, sowie Führungskräfte neu einstellen müssen. Anderseits hilft sie auch das Arbeiten entspannter und angenehmer zu machen. Praktisch gesehen bedeutet das neue Arbeiten, dass traditionelle Arbeitsformen verschwinden, von der “nine-to-five” Mentalität der Angestellten bis zur Unternehmensorganisation. Die Flexibilität immer und überall arbeiten zu können, erfordert z.B. keine physische Anwesenheit. E-Mails können dank Smartphones jederzeit gelesen und bearbeitet werden und jeder Angestellte mit einem Internetanschluss kann auch problemlos von zu Hause im Home Office arbeiten.

Auf der anderen Seite gibt diese Freiheit und Flexibilität den Mitarbeitern einen neuen Stellenwert: Sie rücken in den Mittelpunkt. Da die Selbstverantwortung mit der neu gewonnenen Freiheit steigt, kommt es zu einer Individualisierung und der Einzelne wird wichtiger. Dementsprechend nehmen auch die persönliche Leistung und die Identifikation mit einem Unternehmen einen höheren Stellenwert ein.

Dazu gehört auch die “Optimierung” der Angestellten. Persönliche Ziele werden beachtet und gerade die persönlich Entwicklung des Einzelnen ist wichtig: Viele Unternehmen investieren deswege in Weiterbildungen für ihre Mitarbeiter. Aber auch Eigeninitiative gewinnt an Wert. Aufgrund des sozusagen unendlichen Informationsflusses ist Selbstorganisation und Selbstbildung, bis hin zum lebenslangen Lernen gefragt. Auch Skepsis gegenüber technischen Innovationen muss überwunden werden.

Was bedeutet das neue Arbeiten für den Arbeitgeber?

Neues Arbeiten erfordert neue Organisation. Die Freiheit und Flexibilität der Mitarbeiter setzt ein Vertrauen von Seiten der Arbeitgeber voraus. So ist es wichtig, entsprechende Rahmenbedingungen zu stellen. Dabei kann es sich einmal um die technologischen Voraussetzungen des neuen Arbeitens handeln, aber auch starre Strukturen, wie z.B. Hierarchien oder Firmentraditionen müssen aufgelöst werden. Gefragt sind stattdessen, von Seiten der Mitarbeiter, als auch von Seiten der Führungskräfte, Eigenschaften wie Eigenverantwortung, Verfügbarkeit und emotionaler Einsatz.

Wie geht es weiter? Neues Arbeiten in der Zukunft

Diese Trends werden sich in Zukunft wohl auch noch weiter entwickeln und neue Herausforderungen für Unternehmen, als auch für den Einzelnen darstellen. Unternehmen müssen attraktiver, vor allem im Bereich Stressbewältigung und Gesundheit der Angestellten, aber auch altersgerechter werden, um in dem zukünftigen demografisch bedingten Fachkräftemangel der nächsten Jahrzehnte, als gefragte Arbeitgeber gesehen zu werden.

Aber auch auf den Einzelnen warten Herausforderungen: Arbeit und Freizeit verschwimmen immer mehr, und Flexibilität und Freiheit bringen auch Unsicherheiten mit sich. Und auch das Thema Weiterbildung wird notwendig und wichtig bleiben: Lebenslanges Lernen wird nicht mehr Trend, sondern Normalität sein.

Dieser Beitrag wurde geschrieben von Eva Mattern, Content Editor bei Springest, der neuen unabhängigen Online-Plattform zum Vergleich von Fort- und Weiterbildungen.

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