In Unternehmen gern gesehen: Handys ohne Kamera

Fast jedes aktuelle Handy-Modell ist mit einer integrierten Digitalkamera ausgerüstet. Damit lassen sich Schnappschüsse in ausreichender Qualität für kleinformatige Ausdrucke, für den Versand per MMS oder zum Hochladen auf soziale Netzwerke wie Facebook oder Flickr machen. Was für den privaten Anwender jedoch praktisch ist, wird in vielen Unternehmen nicht gerne gesehen. Die Megapixel-Auflösungen der Handy-Kameras werden immer größer, Smartphones bieten zudem Gigabyte-große Speicher zum Ablegen von Fotos, Autdio-Aufnahmen und anderen Daten. Aus Furcht vor Spionage oder aus Datenschutzgründen verbieten manche Unternehmen ihren Mitarbeitern zumindest in sensiblen Bereichen das Mitbringen von Kamera-Handys oder sie deaktivieren Handy-Funktionen wie die Kamera über das Mobilfunknetz per OTA (Over-the-Air Programming). Schwimmbadbetreiber wollen dagegen durch ein solches Verbot ihre Gäste vor Voyeuren schützen.

Handys von Blackberry ohne Kamera

Der kanadische Blackberry-Hersteller Research in Motion kommt diesen Sicherheitsbedenken der Unternehmen entgegen: Die an die eigenen Mitarbeiter herausgegebenen Blackberry-Smartphones können über den zentralen Enterprise Server so konfiguriert werden, dass die Kamerafunktion deaktiviert ist. Der Mitarbeiter hat dann keine Möglichkeit, die vom IT-Administrator in der unternehmenseigenen Security Policy hinterlegten Voreinstellungen zu verändern. Auch gibt es die für den E-Mail-Pushdienst bekannten Blackberry-Smartphones wie etwa den Blackberry 8800 oder den neueren Blackberry Bold 9000 sowohl mit als auch ohne eine eingebaute Kamera. Der Bold war zum Verkaufsstart der HSDPA-fähige Blackberry und bietet zudem WLAN, einen 1 GB großen internen Speicher und ein umfangreiches Business-Software-Paket.

Business-Handys von Nokia

Auch wenn Handys ohne eingebaute Kamera rar sind, so gibt es doch durchaus auch für den Business-Anwender geeignete Modelle auch von anderen Herstellern. Das Nokia E51 ist beispielsweise mit oder ohne Kamera erhältlich und ein mit etlichen Business-Funktionen ausgestattetes Smartphone. Erwähnenswerte Merkmale des Quadband-GSM-Handys sind die Unterstützung für die meisten mobilen E-Mail-Lösungen, ein VoIP-Client für kostengünstige Internet-Telefonate über das WLAN-Netz sowie Sprachfunktionen wie Push-to-Talk, Text-to-Speech und Sprachaufzeichnung. Enthalten sind auch die Programme Nokia Team Suite oder Quickoffice.

Weitere für Mitarbeiter geeignete Handys ohne Kamera

Alternativ dazu gibt es das einfacher ausgestattete und günstigere EDGE-Handy Nokia E50 oder die schon etwas älteren Modelle Nokia E61, das Nokia 6021 und Nokia 9300i Communicator. Es gibt noch weitere Beispiele für Handys ohne eingebaute Kamera, auch von anderen Herstellern. Größtenteils handelt es sich dabei aber um ältere Modelle oder einfache Einsteigergeräte, die sich nur zum Telefonieren und SMS-Versenden eignen. Dazu gehören etwas das Nokia 1661, das LG KP100, das Sony Ericsson J132 oder das Samsung E1120. Eine Übersicht der hier vorgestellten sowie noch weitere Handys ohne Kamera finden Sie in der Handy-Datenbank von teltarif.de. Übrigens: Der Tablet-PC Apple iPad verfügt ebenfalls über keine Kamera.

Gastbeitrag von Björn Brodersen, Redakteur bei teltarif.de und Betreiber des Blogs Phone Guide Germany

Über Phone Guide Germany:
Beim Phone Guide Germany handelt es sich um einen englischsprachigen Blog mit Informationen zum deutschen Telefon- und Internet-Markt. Die Schwerpunkte liegen auf günstigen Prepaid- oder Vertragsangeboten mit einfachem Tarifmodell und kurzer Laufzeit für private Handy- und Mobil-Internet-Nutzer sowie auf Testberichten zu Smartphones, die neu in den deutschen Handel kommen. Hier finden nicht nur Touristen, Au-Pairs, Austausch-Schüler und -Studenten sowie Migranten nützliche Tipps und Hinweise zum Telefonieren und Internetsurfen in Deutschland.

This entry was posted in Gastbeitrag and tagged , , , . Bookmark the permalink. Post a comment or leave a trackback: Trackback URL.