Burkhard Schneider vom www.best-practice-business.de/blog/ berichtete bereits Mitte Oktober vergangenen Jahres in seinen Artikel “Wenn der Lehrling zu Beginn der Bankausbildung auf dem Pferdehof arbeiten muss” über die eher ungewöhnliche Zwischenstation bei der Bankkaufmann/frau-Ausbildung bei der Volksbank Eisenberg. Ein wichtiger Schwerpunkt bei der Ausbildung der meist noch jungen Azubis ist ein vierwöchiges Praktikum auf einem Reiterhof. Die angehenden Bankkaufleute sollen durch das Praktikum, in dem durchaus auch körperlich mitgearbeitet werden muss, ihre Kunden und deren Arbeit und Sorgen näher kennenlernen, um diesen langfristig einen besseren Service bieten zu können.
So ungewöhnlich diese Ausbildungsmaßnahme auf dem ersten Blick auch zu sein scheint. Sie hat grade in der heutigen Zeit, in der es immer mehr jungen Leuten an sozialen Kompetenzen mangelt, einen sehr großen pädagogischen Effekt. Zwei meiner Bekannten haben in einem örtlichen Baustoffcenter eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann absolviert. Nach dem sie einige Zeit den Büroalltag kennengelernt hatten, mussten Sie für mehrere Wochen mit im Lager arbeiten und Kunden vor Ort bedienen. Die Arbeit war nicht immer einfach, da oftmals schwere Zementsäcke verladen werden mussten, aber dennoch haben sie nach eigenen Aussagen viel über die Produkte und über den Umgang mit Kunden gelernt.


Kommentare
kann ich nur befürworten. Der Blick in die Praxis hat etwas Fundiertes. Auch die Führungsspitze geht in manchen Unternehmen 1x pro Jahr ans Band. Wenn sie dann auch richtig schwitzen dürfen, finde ich das genau richtig. Wofür existiert denn ein Geschäft, wofür gibt es manche Job? Da sollte man sich ab und zu den Kontakt zur eigentlichen Basis suchen.
Möchte meine Erfahrung während des selbstfinanzierten Studiums nicht missen. War spannend und lehrreich. Auf diese Weise habe ich viele Einblicke in das Leben der Menschen bekommen.
Ein Grund warum ich Hochschulabsolventen, die bereits eine 2 – 3 jährigen Ausbildung vor dem eigentlichen Studium absolviert haben, so gerne geren einstelle liegt eben darin, dass sie in der Ausbildung, egal ob es nun eine kaufmännische oder eine Ausbildung technischer Art abgeschlossen haben, gelernt haben, was richtiges Arbeiten und der Umgang mit Menschen bedeutet. Diese Erfahrungen kann man meiner Erfahrung nach nicht in mehren kurzen Praktika, egal wie angesehen das Unternehmen ist, erwerben. Weiterhin haben diese Absolventen Zielorientierung und Leistungswillen bewiesen, da der Schritt aus dem Berufsleben hin zu einem ungewissen Studium nicht zu unterschätzen ist.