Studie: Verheiratete Männer sind unkreativer

Der Psychologe Satoshi Kanazawa hat herausgefunden, dass Männer ihre kreativste Arbeit abliefern, wenn sie unverheiratet und kinderlos sind. Kanazawa erforschte die Lebensläufe von 280 besonders kreativen und erfolgreichen Wissenschaftlern und stellte dabei fest, dass den Gelehrten ihre wichtigsten Beiträge vor allem in ihrem ungebundenen Jahren gelang. Das Alter der Wissenschaftler spielte dabei keine Rolle. Einige der untersuchten Wissenschaftler ereichten noch bis ins hohe Alter Spitzenleistungen. Diese Spitzenleistungen gehörten nach ihrer Heirat und den Elternfreuden allerdings schnell der Vergangenheit an und aus den einstigen Genies wurden lediglich mittelmäßige Forscher.

Satoshi Kanazawa sieht die Ursachen für den Leistungsabfall in der Evolution der Menschheit. Männer seien nur so lange Kreativ und im Beruf voller Tatendrang, um Frauen zu beeindrucken. Nachdem sie eine Familie gegründet haben, läßt ihr Balz-Elan nach und andere Gefühle und Verhaltensweisen wie beispielsweise der Schutz der Familie treten für sie mehr und mehr in den Vordergrund.

Quelle zu der hier vorgestellten Studie:

SPIEGEL Special – Die Entschlüsselung unseres Gehirns
Ausgabe: Nr. 4/2003
Artikel: LEBENSLAUF – Familienglück raubt Kreativität (Seite 101)

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